Mein künstlerischer Weg
Schon in meiner Jugend suchte ich nach Wegen, mich auszudrücken. Ich malte mit Ölfarben auf Leinwand und brachte mir das Spielen auf der Akustikgitarre selbst bei. Kreativität war für mich immer etwas, das aus einem inneren Drang heraus entstand.
Als junger Erwachsener fand ich dann zum Holz. Ich baute Möbel – unter anderem das komplette Kinderzimmer für meine Tochter mit Schrank, Bett und Kommode. Diese Arbeit mit den Händen, das Formen eines Materials, das lebt und duftet, hat mich tief erfüllt.
Mit dem Einstieg ins Berufsleben veränderte sich vieles. Über 60 Arbeitsstunden pro Woche ließen kaum Raum für künstlerische Tätigkeiten. Malen und Holzarbeit traten in den Hintergrund, auch wenn sie nie ganz verschwanden.
In meinen Vierzigern öffnete sich ein neues Kapitel: Ich lernte Klarinette und Saxofon und spielte einige Jahre in einer Jazzband. Doch irgendwann spürte ich, dass die Musik nicht das war, was mich wirklich antreibt. Mein Bedürfnis nach gestalterischer Kreativität wurde stärker – und die Erinnerung an das Holz kam zurück.
Mit einer kleinen Auswahl an Werkzeugen begann ich, meine ersten Skulpturen zu schnitzen. Ohne Plan, ohne Konzept. Das Tun selbst war entscheidend. Das Gefühl, wieder etwas mit den Händen zu erschaffen.
Einige Jahre präsentierte ich meine Arbeiten auf Kunsthandwerkermärkten, merkte jedoch schnell, dass dies nicht mein Weg war. Erst durch die Ikonenschmiede fand ich Klarheit darüber, wohin ich wirklich möchte.
Seit zwei Jahren widme ich mich nun ganz dem Thema, das mir zutiefst am Herzen liegt: Zwischenmenschlichkeit. In meinen Skulpturen versuche ich, dem Ausdruck zu geben, was uns verbindet – Nähe, Vertrauen, Beziehung. Ich gebe meinen Gedanken und Intentionen eine Gestalt, die man sehen und fühlen kann.