Wie entsteht eine Skulptur?
Meine Skulpturen erzählen von dem, was uns trägt: Beziehung, Berührung, Menschlichkeit.“
Meine Intention
Jede Skulptur beginnt mit einem inneren Impuls. Wir alle tragen Themen in uns, die uns begleiten – mal leise, mal drängend. Für mich steht das große Feld der Zwischenmenschlichkeit im Mittelpunkt. Im Alltag gibt es Momente, Begegnungen oder kleine Gesten, die dieses Thema berühren – manchmal wohltuend, manchmal herausfordernd. Genau solche Augenblicke werden für mich zu Inspiration und legen den ersten Funken für eine neue Skulptur.
Der kreative Prozess
Wenn eine Idee Gestalt annimmt, frage ich mich: Was möchte ich mit dieser Skulptur ausdrücken? Welche Haltung, welche Emotion soll sichtbar werden? Und welches Holz trägt diese Aussage am besten – durch Farbe, Maserung, Härte oder Struktur? Erst wenn Material und Botschaft zusammenfinden, entsteht ein klares Bild der Form.
Die Auswahl des Holzes und die Arbeitsroutine
Ist das passende Holz ausgewählt, beginnt der handwerkliche Teil: Mit verschiedenen Maschinen, Schnitzmessern und vor allem viel Schleifarbeit arbeite ich mich in meiner kleinen Werkstatt Schritt für Schritt an die endgültige Gestalt heran. Zuerst entsteht die grobe Form, die das Wesen der Skulptur andeutet. Danach werden die Details immer feiner herausgearbeitet – Linien, Rundungen, Übergänge, jene kleinen Nuancen, die einer Figur Leben einhauchen.
Die Veredelung der Skulptur
Je nach Größe und Komplexität umfasst dieser Prozess 30 bis 50 Stunden konzentrierter Arbeit. Zum Abschluss erhält das Holz eine schützende Ölmischung, die die Oberfläche veredelt und die natürliche Maserung intensiv hervorhebt. So entsteht aus einem rohen Stück Holz eine Skulptur, die eine Geschichte trägt – und vielleicht auch ein Stück Nähe zwischen Menschen sichtbar macht.
Mein kontinuierlicher Lernprozess
Um Ausdruck und Qualität meiner Skulpturen stetig weiterzuentwickeln, ist für mich ein kontinuierlicher Lernprozess unverzichtbar. Ich vertiefe mein Wissen und meine handwerklichen Fähigkeiten durch Schnitzkurse, in denen ich neue Techniken erprobe und meinen Blick für Formen und Proportionen schärfe. Ergänzend dazu beschäftige ich mich intensiv mit Fachliteratur, die mir neue Perspektiven auf Gestaltung, Materialkunde und künstlerische Ausdrucksformen eröffnet.
Dieser fortlaufende Weg des Lernens ist für mich ein wesentlicher Bestandteil meines Schaffens – er hält meine Arbeit lebendig und ermöglicht es mir, meinen Skulpturen immer mehr Tiefe und Klarheit zu verleihen.